Stimmungstief

Nach einem schönen Freitag und Samstag ein extremer Durchhänger am Sonntag.

Ist das normal? Geht es abwärts?

Ich kann schlechte Tage schwer ertragen. Es könnten immer auch Vorboten einer depressiven Episode sein. Wie geht es mir eigentlich? Ich kann es gar nicht so recht sagen.

Momentan fällt es mir schwer, mir etwas gutes zu tun. Sport fällt noch eine Weile aus, draußen ist das Wetter so lala, Kultur hilft nur punktuell.

Samstag war ich zu einem wirklich schönen Geburtstag eingeladen. Es hat viel Spaß gemacht, und die anderen Gäste zwischen acht und achtzig waren alle sehr kontaktfreudig und nett.

Aber ach: allein, allein, allein, allein. Außer zwei der verwitweten Verwandten waren alle als Paar da. Ich glaube, das war es, was mich im Nachgang so mürbe gemacht hat.

Das ewige alte Gefühl, ich werde doch nie jemanden finden, der zu mir passt und mein Leben mit mit teilt. Das Gefühl, unvermittelbar zu sein. Wie ein altes Tier im Heim, weil alle nur die niedlichen Jungtiere wollen und nicht die alte Katze mit ihren Ticks.

Ich fühle mich dann wie ein einziger Makel. Zu dick, zu gestört, zu intelligent, zu schwierig.

Ein Teil meines Gehirns weiss, dass das nicht die ganze Realität ist. Dass es sich nur so anfühlt, aber nicht die Wahrheit ist.
Der andere Teil meines Selbsts ist die Anstrengung leid, der Hoffnung müde, kann das Aushalten dieses Zustandes nicht mehr ertragen.