Traumdeutung: Zum Kotzen.

Teil 3: So etwas wie Erbrechen.

Ich bin nicht sicher, aber ich habe den Eindruck, dass dieser Traum nur in Verknüpfung mit Familienmitgliedern auftritt.

Ich habe den Mund voller Brocken irgendeines Essens, das ich aus dem Mund entfernen will, aber es zieht klebrige Fäden, ich werde es nicht los, mein Mund wird nie leer.

Es ist eklig, ich versuche es, in ein Taschentuch zu spucken, aber es gelingt nicht.

Irgendeine Deutungshilfe?

Ich denke spontan daran, dass in meiner Familie nie ehrlich gesprochen werden durfte, dass immer das Gefühl blieb, an allem ersticken zu müssen, was n mir vorging.

Advertisements

Therapieresistente Depression?

Es gibt verschiedene Informationen dazu, ob alle Depressionen so behandelt werden können, dass ihr „Besitzer“ beschwerdefrei leben kann. Bestimmte Quellen gehen davon aus, dass manche Depressionen nicht dauerhaft erfolgreich „beseitigt“ werden können.

Ich frage mich immer wieder, ob meine Depression therapieresistent ist. In bestimmten Stresssituationen (Jobverlust, Dauerschmerz oder -krankheit, Verluste) hat die Depression immer wieder die Möglichkeit, mich zu überwältigen. Und dann verschwinden auch alle Hilfsmaßnahmen, die ich als guttuend erleben könnte, komplett von der Bildfläche meiner Wahrnehmung. Die Isolation wird groß und ich bin einsam und allein.

Das empfinde ich wiederum als Versagen. Nach drei ambulanten Psychotherapien, einer Gruppe, einer Klinik und einer Tagesklinik fühle ich mich, als „könnte ich es immer noch nicht“.

Ich wünschte mir, jemand würde mir einfach „die Wahrheit“ sagen.

„Sie werden mit dieser Krankheit leben müssen. Sie wird immer Ihre Achillesferse bleiben und in schwierigen Zeiten an Macht gewinnen“.

Dann würde sich eine depressive Episode nicht als Versagen empfinden, nicht immer wieder die Frage auftauchen „was muss ich denn noch tun/lassen/ändern“. Dann wüsste ich, es ist wie eine Grippe: die muss man überstehen, und danac kommt man wieder zu Kräften. Und nur weil ich ein schwaches Immunsystem habe, bin ich nicht „schuld“, wenn ich die Grippe bekomme.

2014 gibt sich alle Mühe…

… richtig Scheisse zu sein. Und damit meine ich Scheisse in Großbuchstaben.

Nichts lebensbedrohliches, aber schlimm genug, um meine Lebensfreude deutlich zu beeinträchtigen und die Seele in mitteldunkle Wolken zu hüllen.

Es mag noch keine akute Depression sein, aber so viel wie zuletzt habe ich lange nicht mehr geweint.

Deshalb das lange Schweigen hier.

Macht Euch keine Sorgen, irgendwann muss es ja besser werden.

So nicht, 2014!

Nachdem Weihnachten und Silvester halbwegs so über die Bühne gingen, wie ich mir das gewünscht habe, nämlich ohne Stress und Druck, liege ich seit 2014 voll auf der Nase.

Fieber, Husten, Schnupfen, Schmerzen, das komplette Programm. Ich könnte kotzen.

So konnte ich also nicht zum Sport, nicht Tanzen, kurz, alles, was dafür sorgt, dass die Depression in Schach gehalten wird und ich die zweite rauchfreie Woche anpacken kann.

Mein Immunsystem ist echt am Arsch, scheint es. Genauso wie mein Liebesleben, über das ich sonst auch schon ausführlicher berichtet hätte.

Ich hatte versucht, ob ich mit DW zumindest „freundschaftlich“ in Kontakt bleiben kann. Das war ja sein Angebot, nicht meins. Geht aber nicht, denn sobald es auch nur um die kleinste Form des Commitment geht (wann wollen wir uns treffen, im Gegensatz zu seinem „wollen wir nicht mal„) schweigt er wieder. Statt dessen tauchte er uneingeladen auf einer Feier auf, super. Seitdem ist er wohl beleidigt, dass ich mich nicht um ihn gekümmert habe. Aber zum einem hatte ich genug andere Gäste, zum anderen fand ich diese Art des Auftauchens einfach unangemessen. Würde er aber nicht verstehen.

Mit anderen Worten: DW, Haken dran. Einmal Idiot, immer Idiot. Darauf kann man sich wohl verlassen.

Nun soll 2014 alles (noch) besser werden, aber wir haben erst mal einen klassischen Fehlstart. Verdammt.

Can’t be bothered.

So gut,dass ich das Chaos in meiner Wohnung beseitigen könnte, geht es mir offenbar auch wieder nicht.

Fiese Rückenschmerzen habe ich auch wieder.

Die Jahreszeit ist überhaupt nicht meine. Es ist dunkel, kalt und nass.

Besser. Viel besser.

Rückblickend auf das letzte Jahr muss ich sagen: es geht mir viel besser als letztes Jahr um diese Zeit.

Das ist gut. Das war harte Arbeit. Dafür klopfe ich mir hiermit mal auf den Rücken 😀

Dafür danke ich allen Menschen, die mir dabei geholfen haben.

Hmpf.

Wozu die Arbeit doch gut sein kann. Ich war die Tage nach dem Telefonat so eingespannt, dass ich tagsüber keine Zeit zum Grübeln hatte. Gespräche mit Freundinnen und der Therapeutin haben in der restlichen Zeit vieles aufgefangen.

Zum Bäume ausreißen fühle ich mich gerade nicht. Trotzdem war ich immerhin beim Sport, habe die Wäsche gemacht, war gestern aus usw. Trotzdem habe ich das Gefühl, wenn mir in nächster Zeit noch irgend jemand doof kommt, werde ich explodieren und ihm den Kopf abreißen.

Meine Therapeutin meinte, ich solle DW doch ein wenig Zeit geben, nachzudenken über das, was wir besprochen haben und was ich als meine Bedürfnisse geäußert habe. Ich sagte, dass ich an keinerlei Reaktion von ihm glaube. Das hieße nämlich: Es wäre erwachsen, er würde Verantwortung übernehmen. Das kann er nicht.

Natürlich sind wir uns alle einig, dass so ein Mensch nicht der richtige Partner für mich ist, dass mich das unglücklich machen würde (es sei denn, er würde dieses Verhalten erkennen und verändern wollen. Aber dafür ist der Leidensdruck wohl nicht groß genug). Trotzdem bin ich traurig und müde.

Ein weiterer „Griff daneben“ in einer Welt, die ohnehin nicht gerade reich an interessanten Männern ist.

Liebeskummer oder so.

Ich fühle mich richtig mies. Traurig. Müde.

Ich hab schlecht geschlafen und bekomme immer größere Zweifel. Ich habe morgens meditiert und ich war beim Sport, aber selbst dabei bekam ich nicht völlig den Kopf frei.

Ich könnte die ganze Zeit heulen, kann kaum an etwas anderes denken.

Nun hat mich die Freundin, die schon einmal dazu geraten hat, mich noch einmal überzeugt, mit DW darüber zu reden, wie es mir damit geht und ihn zu fragen, wie er das sieh. Ob und wie es weitergehen soll. Diese Unsicherheit macht mich völlig kirre.

Und weil er nicht da war, werden wir nun morgen reden. Ich hab Bauchschmerzen. Ich habe Angst, dass er mich zu anstrengend, zu schwierig, zu emotional finden könnte. Dass er kein weitergehendes Interesse hat als einen lockeren Kontakt. Dass er vielleicht gar keine emotionalen Fähigkeiten hat, oder zu ängstlich ist, oder nur mit Frauen klar kommt, die ihn dominieren und alles regeln.

Er ist so widersprüchlich, dass ich total verwirrt bin.

Und in der Zwischenzeit…

Der neue Job ist schräg. Anstrengend. Ich bin schwer genervt.

Und DW.. ich weiss es einfach nicht. Er mag mich, das merke ich. Aber alles andere muss ich ihm abnehmen, weil er sich nicht traut. Ich bin es nicht gewöhnt, Männer nahezu zu bedrängen. „Zum Jagen tragen“ sagt man hier, wenn man jemanden zu etwas verhelfen muss, was in dessen ureigenstem Interesse ist. Ich finde das sehr sehr anstrengend.

Wenn ich ihn dann zum Jagen trage, ist es trotzdem schön, endet aber stets in einer Weise, die mich ratlos zurücklässt. Er lässt mich mit einer unverbindlichen Verabschiedung stehen. Obwohl er weiss, dass ich ihn mag. Oder er kann sich das nicht vorstellen. Das kann ich wiederum kaum glauben, denn er ist schon sehr attraktiv, nur eben kompliziert. Er meint, ich wäre ja so stark. Hahaha, ich? Wer das denkt, meint auch, die Erde sei eine Scheibe 😦

Ich wäre gern die Umworbene, nicht die Umwerbende. Und wenn ich schon große Schritte auf ihn zu mache, dann wäre es doch sehr schön, wenn er sich auch darauf einlässt. Man kann sich nicht schützen und gleichzeitig Nähe mit einem anderen Menschen haben. Ich kenne das Bemühen, mich zu schützen, selbst zur Genüge. Aber jemand, von dem so wenig zurückkommt, ist vielleicht nicht der richtige für mich.

Es ist sehr schade, denn ich mag ihn gern. Sehr gern. Aber auf diese Art kann nichts entstehen, nichts wachsen. Das macht mich unglücklich.