2014 gibt sich alle Mühe…

… richtig Scheisse zu sein. Und damit meine ich Scheisse in Großbuchstaben.

Nichts lebensbedrohliches, aber schlimm genug, um meine Lebensfreude deutlich zu beeinträchtigen und die Seele in mitteldunkle Wolken zu hüllen.

Es mag noch keine akute Depression sein, aber so viel wie zuletzt habe ich lange nicht mehr geweint.

Deshalb das lange Schweigen hier.

Macht Euch keine Sorgen, irgendwann muss es ja besser werden.

So nicht, 2014!

Nachdem Weihnachten und Silvester halbwegs so über die Bühne gingen, wie ich mir das gewünscht habe, nämlich ohne Stress und Druck, liege ich seit 2014 voll auf der Nase.

Fieber, Husten, Schnupfen, Schmerzen, das komplette Programm. Ich könnte kotzen.

So konnte ich also nicht zum Sport, nicht Tanzen, kurz, alles, was dafür sorgt, dass die Depression in Schach gehalten wird und ich die zweite rauchfreie Woche anpacken kann.

Mein Immunsystem ist echt am Arsch, scheint es. Genauso wie mein Liebesleben, über das ich sonst auch schon ausführlicher berichtet hätte.

Ich hatte versucht, ob ich mit DW zumindest „freundschaftlich“ in Kontakt bleiben kann. Das war ja sein Angebot, nicht meins. Geht aber nicht, denn sobald es auch nur um die kleinste Form des Commitment geht (wann wollen wir uns treffen, im Gegensatz zu seinem „wollen wir nicht mal„) schweigt er wieder. Statt dessen tauchte er uneingeladen auf einer Feier auf, super. Seitdem ist er wohl beleidigt, dass ich mich nicht um ihn gekümmert habe. Aber zum einem hatte ich genug andere Gäste, zum anderen fand ich diese Art des Auftauchens einfach unangemessen. Würde er aber nicht verstehen.

Mit anderen Worten: DW, Haken dran. Einmal Idiot, immer Idiot. Darauf kann man sich wohl verlassen.

Nun soll 2014 alles (noch) besser werden, aber wir haben erst mal einen klassischen Fehlstart. Verdammt.

Stöckchenzeit

Charlotte hat mich mit einem Stöckchen beworfen. Mein erstes. Das kann ich mir ja nicht entgehen lassen 😀

1. Was war und ist Deine Motivation, ein Blog zu schreiben?

Ich fand es an der Zeit, einen anderen Ausdruck für meine Depression zu finden. Ich habe zwar Freunde und Freundinnen, mit denen ich mich auch darüber austauschen kann, aber eben nicht rund um die Uhr, oder auch nicht ohne die Ansgt, sie zu sehr zu belasten. Was ich erlebt habe, ist, wie wertvoll der Austausch mit Euch anderen ist, auch wenn wir uns nicht persönlich kennen. Ich fühle mich weniger allein mit der Depression, es ist kein so großes Tabu mehr.

2. Du bist vor einiger Zeit über mein Blog gestolpert, warum bist Du hängen geblieben (was mich natürlich freut)?

Es gibt bei Dir immer so viel neues zu sehen und zu lesen, ich bewundere Deine Energie und Deinen Einsatz dafür, dass es Dir besser geht.

3. Was ist das grösste Fettnäpfchen, in das Du je hineingestolpert bist?

Schwer zu sagen. Ich neige dazu, über andere zu lästern, wenn sie in Hörweite sein können. Immer wieder für einen Gag gut 😉

4. Welche Haustiere findet man bei Dir?

Leider keins.

5. Warum gerade dieses oder ggf. warum keines?

Ich bin allergisch. Ob ich für ein Haustier genug Zeit hätte, weiss ich auch nicht.

6. Welche Traumreise würdest Du gerne Wirklichkeit werden lassen?

Ich würde gern mit dem Bulli monatelang durch Europa fahren. Am liebsten mit SAM.

7. Ganz EHRLICH: wie fühlst Dich Du (oder würdest Du Dich fühlen) in der Gegenwart eines Menschen, der bekanntermassen an einer psychischen Störung leidet?

Da ich selbst eine Depression habe, weiss ich einiges über verschiedene Krankheitsbilder. Es gibt aber Dinge, die mir Angst machen, wenn Menschen Stimmen hören oder gewalttätig sind.

8. Welche Meldung in den Medien hat Dich in diesem Jahr am meisten bewegt?

Da fällt mir gerade nichts ein.

9. Für welchen Gegenstand verschwendest Du die meiste Zeit mit suchen?

Meine Brille.

10. Was möchtest Du mir für 2014 mit auf den Weg geben?

Geduld, Geduld, Geduld 😉

Ich werde niemanden mit dem Stöckchen bewerfen, da ich nicht genug andere Blogger kenne. Aber wer von Euch daran Spaß hat, kann gerne folgende Fragen beantworten/ergänzen:

1) Was hilft Dir zuverlässig gegen den Blues?
2) Was war der blödeste Ratschlag, denn Du je bekommen hast?
3) Was ist Deine Lieblingsserie?
4) Was ist Dein liebstes „Soul Food“?
5) Was ist das schönste an dem Ort, an dem Du lebst?
6) Welche Komödie bringt Dich immer wieder zum Lachen?
7) Erzählst Du mir einen Witz?
8) Magst Du Deinen Vornamen?
9) Sammelst Du etwas?
10) Was hast Du zuletzt weggeworfen (also keinen Hausmüll)?

Can’t be bothered.

So gut,dass ich das Chaos in meiner Wohnung beseitigen könnte, geht es mir offenbar auch wieder nicht.

Fiese Rückenschmerzen habe ich auch wieder.

Die Jahreszeit ist überhaupt nicht meine. Es ist dunkel, kalt und nass.

Besser. Viel besser.

Rückblickend auf das letzte Jahr muss ich sagen: es geht mir viel besser als letztes Jahr um diese Zeit.

Das ist gut. Das war harte Arbeit. Dafür klopfe ich mir hiermit mal auf den Rücken 😀

Dafür danke ich allen Menschen, die mir dabei geholfen haben.

Man tauscht nur die Probleme.

Der neue Job nimmt zwar langsam Gestalt an, aber der Frust über den Chef wächst. Ich kenne ihn ja schon länger, aber jetzt, wo ich nebenan sitze, geht mir seine Scheißegalhaltung ziemlich an die Nieren. Jahrelang habe ich ja schon die Arbeit meiner Chefin mitgemacht, die sich nie für ihre Mitarbeiter interessiert hat. Jetzt geht das so weiter, ich fühle null Wertschätzung gegenüber seinen Mitarbeiterinnen, Hautsache, er hat ein bequemes Leben.

Ich bin einfach nicht abgestumpft. Mich machen bestimmte Dinge traurig und wütend. Wenn das einmal nicht mehr so sein sollte, dann hätte ich es vielleicht leichter im Leben und im Beruf, aber dann wäre ich wohl innerlich tot.

Trotzdem frage ich mich, wie ich besser durch den Alltag kommen kann.

Hmpf.

Wozu die Arbeit doch gut sein kann. Ich war die Tage nach dem Telefonat so eingespannt, dass ich tagsüber keine Zeit zum Grübeln hatte. Gespräche mit Freundinnen und der Therapeutin haben in der restlichen Zeit vieles aufgefangen.

Zum Bäume ausreißen fühle ich mich gerade nicht. Trotzdem war ich immerhin beim Sport, habe die Wäsche gemacht, war gestern aus usw. Trotzdem habe ich das Gefühl, wenn mir in nächster Zeit noch irgend jemand doof kommt, werde ich explodieren und ihm den Kopf abreißen.

Meine Therapeutin meinte, ich solle DW doch ein wenig Zeit geben, nachzudenken über das, was wir besprochen haben und was ich als meine Bedürfnisse geäußert habe. Ich sagte, dass ich an keinerlei Reaktion von ihm glaube. Das hieße nämlich: Es wäre erwachsen, er würde Verantwortung übernehmen. Das kann er nicht.

Natürlich sind wir uns alle einig, dass so ein Mensch nicht der richtige Partner für mich ist, dass mich das unglücklich machen würde (es sei denn, er würde dieses Verhalten erkennen und verändern wollen. Aber dafür ist der Leidensdruck wohl nicht groß genug). Trotzdem bin ich traurig und müde.

Ein weiterer „Griff daneben“ in einer Welt, die ohnehin nicht gerade reich an interessanten Männern ist.

Liebeskummer und Wut

Damit habe ich nicht gerechnet. DW kann sich nicht festlegen. Will sich nicht festlegen. Findet alles gut so, wie es ist.

Abgesehen davon, dass ich ihm das nicht abnehme: Fuck you. Die Signale waren zwar nicht eindeutig, aber diese Form von Laissez aller war nicht wahrzunehmen.

Ich bin traurig, wütend, entsetzt und auch ein bißchen befreit. Ich habe alles auf den Tisch gelegt, ich war wirklich offen und ehrlich.

Wem diese Klarheit nicht möglich ist: runter vom Spielfeld und ab unter die Dusche!

Liebeskummer oder so.

Ich fühle mich richtig mies. Traurig. Müde.

Ich hab schlecht geschlafen und bekomme immer größere Zweifel. Ich habe morgens meditiert und ich war beim Sport, aber selbst dabei bekam ich nicht völlig den Kopf frei.

Ich könnte die ganze Zeit heulen, kann kaum an etwas anderes denken.

Nun hat mich die Freundin, die schon einmal dazu geraten hat, mich noch einmal überzeugt, mit DW darüber zu reden, wie es mir damit geht und ihn zu fragen, wie er das sieh. Ob und wie es weitergehen soll. Diese Unsicherheit macht mich völlig kirre.

Und weil er nicht da war, werden wir nun morgen reden. Ich hab Bauchschmerzen. Ich habe Angst, dass er mich zu anstrengend, zu schwierig, zu emotional finden könnte. Dass er kein weitergehendes Interesse hat als einen lockeren Kontakt. Dass er vielleicht gar keine emotionalen Fähigkeiten hat, oder zu ängstlich ist, oder nur mit Frauen klar kommt, die ihn dominieren und alles regeln.

Er ist so widersprüchlich, dass ich total verwirrt bin.