2014 gibt sich alle Mühe…

… richtig Scheisse zu sein. Und damit meine ich Scheisse in Großbuchstaben.

Nichts lebensbedrohliches, aber schlimm genug, um meine Lebensfreude deutlich zu beeinträchtigen und die Seele in mitteldunkle Wolken zu hüllen.

Es mag noch keine akute Depression sein, aber so viel wie zuletzt habe ich lange nicht mehr geweint.

Deshalb das lange Schweigen hier.

Macht Euch keine Sorgen, irgendwann muss es ja besser werden.

Vergeben.

Ich will meinen Eltern vergeben, um die Vergangenheit endlich abzuschliessen.

ich habe ein Buch gelesen, in dem unterschieden wird zwischen „Verzeihen“ – um das das Gegenüber bitten müsste – und dem „Vergeben“, was ein Akzeptieren und Loslassen bedeutet.

Das soll nicht meinen, dass etwas ungeschehen ist, vergessen oder nicht mehr weh tut. Aber dass es von hier aus vorwärts gehen soll, in die Gegenwart und Zukunft.

Ich habe mir versprochen, mehr Geduld mit mir zu haben, mehr Verständnis, mehr Zuneigung, mehr Liebe.

 

Tja.

Viele Dinge, um die ich mich kümmern muss. Wenig Energie.

Allein die Hausverwaltung anrufen zu müssen, überfordert mich. Ich habe keinen Bock auf Handwerkertermine.

Das Wetter, naja, der goldene Herbst kommt vielleicht auch noch hierher.

Aufräumen. Woher kommt nur ständig diese ständige Unordnung?

Keine Atempause

Irgendetwas ist seltsam in dieser Woche.

Ich hatte Begegnungen mit Menschen, die ich jahrelang nicht gesehen habe. Völlig unerwartet, und in einem Fall hat das deutliche Spuren hinterlassen.

Und eben beim Einkaufen traf ich SAM. Der Mann, den ich von Herzen liebe, der mir so viel bedeutet. In meiner Straße, mit seinen Kindern.

Es hat mich traurig gemacht.

Wenn ich SAM sehe, weiss ich das vorher, dann bin ich ein wenig gewappnet gegen das, was ich für ihn empfinde. Einfach so begegnet bin ich ihm nie, die Stadt ist groß genug dafür.

Nun tobt da dieser Tumult durch mein Herz, den ich vor Jahren in Schranken verwiesen habe, den ich zu beherrschen gelernt habe, und kostet mich schon wieder Kraft. Eigentlich möchte ich mich ins Bett legen und weinen, aber ich bin verabredet zum essen und zu einem Konzert.

Gestern musste ich noch mit Jörg telefonieren, dessen Stimme mich wie schon beschrieben auch immer wieder aufwühlt. Der Mann, den ich Dienstag traf, hatte vor vielen Jahren auch einmal eine Stelle in meinem Herzen, auch wenn daraus nichts wurde, was wirklich gut so war, so, wie er heute ist. Dieses Wiedersehen hat mich sehr erschreckt.

Ach SAM, SAM, SAM. Wenn ich je an etwas wie verwandte Seelen geglaubt habe, dann ist er meine.

Verdammt, verdammt, verdammt.

Gut.

Ein guter Tag. Ein schönes Wochenende. Viele schöne Momente, gute Freunde, Bewegung, Sonne, Licht und Luft.

Kraft getankt. Ich weiss, ich werde sie brauchen können, aber daran will ich jetzt nicht denken.

Es war gut, und ich freue mich darüber.

HÖRT DAMIT AUF!

Würdet Ihr einem Hungernden sagen, dass Essen auch nicht alle Probleme löst??

Warum muss ich dann so oft hören, dass man in Beziehungen auch nicht immer glücklich ist, harte Arbeit, Kompromisse, blabla?

Meint Ihr echt, ich wüsste das nicht, ich würde wirklich denken, damit wären alle Probleme gelöst?

Fucking hell, nein! Aber ich verhungere eben.

Josef Giger-Bütler: Endlich frei. Schritte aus der Depression.

Ich habe heute damit begonnen, reinzulesen, und habe an vielen Stellen mit dem Kopf genickt. Es zeigt keinen leichten Weg auf, aber es ordnet die Fragen und Rückfälle und Zweifel ganz gut ein,

Ich bin in Kapitel 5 eingestiegen, die Kapitel zuvor erschienen mir etwas redundant, nachdem ich erst „Sie haben es doch gut gemeint“ gelesen hatte. Ehrlich gesagt, würde ich oft auch liber mit einem gutem Roman auf der Couch liegen, aber davon ist auch noch niemand zufriedenern geworden.

Bin gespannt, wie der Rest des Buches ist. Geduld, annehmen, Veränderungenb in kleinen Schritten, sich hinterfragen, ob man das, was man tut auch tun will, das habe ich heute so als Leitfaden herausgelesen. Und mich in manch Verhaltensskizze wiedererkannt.