Film: Veronika beschliesst zu sterben. (*Triggerwarnung*)

Ich habe das Buch von Paulo Coelho nicht gelesen und ich habe nach diesem Film auch keinen Anlass, das zu ändern.

Neulich beim Einkaufen nahm ich die DVD mit, da sie nicht teuer war und ich mal wieder einen Film mit Tiefgang sehen wollte.

Sagen wir so, der Klappentext sagt bereits alles.. „die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die alles hat und doch sterben will. Erst angesichts des Todes entdeckt sie, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert“.

Den Einstieg in den Film fand ich durchaus gelungen, wenn auch für mich persönlich kaum auszuhalten: eine junge Frau, die nur noch funktioniert, treibt durch ihr Leben. Man weiss nicht wirklich, warum sie Depressionen hat und auch nicht, warum sie sterben will. Aber so ist das im wirklichen Leben ja auch: als Außenstehender kann man das nicht begreifen.

Offenbar wird sie dann nach ihrem Selbstmordversuch rechtzeitig gefunden, man weiss allerdings nicht, von wem, und nach dem Koma kommt sie in eine private psychatrische Klinik. Und irgendwie wird sie dann ins Leben zurückgeholt, hat wieder Zugang zu ihren Gefühlen, tritt in Kontakt zu ihren Mitpatienten. Wie und warum wird nicht nachvollziehbar.

Es sind schöne Bilder, aber es bleibt alles unverständlich, der Auslöser der Krankheit ebenso wie der Beginn der Heilung. Es bleibt farblos und die Emotionen werden eher behauptet als nachfühlbar.

Dabei gibt es durchaus interessante Figuren in der Geschichte – vielleicht tue ich dem Buch ja Unrecht und nur die Verfilmung ist misslungen – aber man hat nicht wirklich Anteil an ihrer Entwicklung.

Ich glaube, dass das im Buch bereits so angelegt ist, denn die Grundgeschichte „das Leben lieben zu lernen“ ist schon ziemlich ausgelutscht und klingt eher nach „Frauenbuch“ denn Weltliteratur. Ich habe die DVD zumindest gleich in den „Spenden“-Stapel aussortiert.

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