W… wie Werther-Effekt

Ich weiss nicht, ob es Menschen gibt, die bei einer schweren depressiven Episode noch nicht an Suizid gedacht haben.

Es erscheint in den dunkelsten Stunden des Lebens als einziger Ausweg.

Schlimm, wenn Massenmedien dann den Suizid einer prominenten Person auf eine detaillierte Art und Weise beschreiben. Zu Recht verzichten verantwortungsvolle Medien auf Details, Glorifizierung und alles reißerische, um nicht Nachahmungen auszulösen.

Leider wurde wie so oft im Fall von Robin Williams diese Handlungsweise von verschiedenen auch seriösen Medien missachtet.

Sie sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein, die bereits gefährdete Menschen mitunter den letzten Impuls zur Tat geben kann.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat eine Empfehlung zur Berichterstattung über Suizid entwickelt, auf die gar nicht dringend genug hingewiesen werden kann!

Medienguide der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Ich selbst versuche übrigens, bei aller Anteilnahme nicht zuviel über einen prominenten Suizid zu erfahren. Die Berichterstattung über Robert Enke konnte ich erst in diesem Jahr überhaupt in Teilen lesen, in Nachfolge zum Tode von Andreas Biermann, und selbst da hat sie mich sehr erschüttert.

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