Therapieresistente Depression?

Es gibt verschiedene Informationen dazu, ob alle Depressionen so behandelt werden können, dass ihr „Besitzer“ beschwerdefrei leben kann. Bestimmte Quellen gehen davon aus, dass manche Depressionen nicht dauerhaft erfolgreich „beseitigt“ werden können.

Ich frage mich immer wieder, ob meine Depression therapieresistent ist. In bestimmten Stresssituationen (Jobverlust, Dauerschmerz oder -krankheit, Verluste) hat die Depression immer wieder die Möglichkeit, mich zu überwältigen. Und dann verschwinden auch alle Hilfsmaßnahmen, die ich als guttuend erleben könnte, komplett von der Bildfläche meiner Wahrnehmung. Die Isolation wird groß und ich bin einsam und allein.

Das empfinde ich wiederum als Versagen. Nach drei ambulanten Psychotherapien, einer Gruppe, einer Klinik und einer Tagesklinik fühle ich mich, als „könnte ich es immer noch nicht“.

Ich wünschte mir, jemand würde mir einfach „die Wahrheit“ sagen.

„Sie werden mit dieser Krankheit leben müssen. Sie wird immer Ihre Achillesferse bleiben und in schwierigen Zeiten an Macht gewinnen“.

Dann würde sich eine depressive Episode nicht als Versagen empfinden, nicht immer wieder die Frage auftauchen „was muss ich denn noch tun/lassen/ändern“. Dann wüsste ich, es ist wie eine Grippe: die muss man überstehen, und danac kommt man wieder zu Kräften. Und nur weil ich ein schwaches Immunsystem habe, bin ich nicht „schuld“, wenn ich die Grippe bekomme.

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3 Gedanken zu „Therapieresistente Depression?

  1. Tststs, therapieresistent? Möchte bloss wissen, wer einen solchen Müll erzählt oder schreibt. Fakt ist, dass bei einer rezidivierenden Depression (ich nehme mal an, dass das Deine Diagnose ist) jederzeit mit depressiven Schüben gerechnet werden muss. Soll heissen: ja, Du wirst mit dieser Krankheit leben und sie akzeptieren müssen.Das hat aber nichts damit zu tun, dass Du therapieresistent bist. Vielleicht hast Du bis jetzt einfach noch nicht die für Dich richtigen prophylaktischen Massnahmen gefunden, um die Anzeichen einer aufziehenden depressiven Episode frühzeitig genug zu erkennen und darauf zu reagieren.Wenn man alleine lebt (das sehe ich ja bei mir auch) finde ich das sowieso viel schwieriger, als wenn jemand da ist, der dabei Unterstützung bietet (und damit meine ich jetzt nicht den Therapeuten). Übrigens: Stress-Situationen, wie von Dir aufgezählt, führen bei einem grossen Teil der Bevölkerung mindestens einmal im Leben zu einer Depression. Da ist es also nicht ungewöhnlich, dass die Depressionsanfälligkeit bei Dir nach einem solchen Ereignis höher ist, als wenn „nichts ansteht“. *klugscheiss* 😉
    Herzliche Grüsse
    Charlotte

    • Meine Lieben, ich danke Euch!

      Ach Charlotte, Du hast sicher recht. ich finde es nur gerade eine solche Zumutung, neben all dem Stress auch noch auf meine Depression zu achten. Ich habe zwei weitere chronische Krankheiten, die mir einiges an Disziplin abverlangen, ich MAG NICHT auch noch ständig kürzer treten, weil es die Depression so will.

      Ich will einfach mal leben, ohne dass mit immer jemand in die Suppe spuckt. ich habe es echt so satt.

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