Therapieresistente Depression?

Es gibt verschiedene Informationen dazu, ob alle Depressionen so behandelt werden können, dass ihr „Besitzer“ beschwerdefrei leben kann. Bestimmte Quellen gehen davon aus, dass manche Depressionen nicht dauerhaft erfolgreich „beseitigt“ werden können.

Ich frage mich immer wieder, ob meine Depression therapieresistent ist. In bestimmten Stresssituationen (Jobverlust, Dauerschmerz oder -krankheit, Verluste) hat die Depression immer wieder die Möglichkeit, mich zu überwältigen. Und dann verschwinden auch alle Hilfsmaßnahmen, die ich als guttuend erleben könnte, komplett von der Bildfläche meiner Wahrnehmung. Die Isolation wird groß und ich bin einsam und allein.

Das empfinde ich wiederum als Versagen. Nach drei ambulanten Psychotherapien, einer Gruppe, einer Klinik und einer Tagesklinik fühle ich mich, als „könnte ich es immer noch nicht“.

Ich wünschte mir, jemand würde mir einfach „die Wahrheit“ sagen.

„Sie werden mit dieser Krankheit leben müssen. Sie wird immer Ihre Achillesferse bleiben und in schwierigen Zeiten an Macht gewinnen“.

Dann würde sich eine depressive Episode nicht als Versagen empfinden, nicht immer wieder die Frage auftauchen „was muss ich denn noch tun/lassen/ändern“. Dann wüsste ich, es ist wie eine Grippe: die muss man überstehen, und danac kommt man wieder zu Kräften. Und nur weil ich ein schwaches Immunsystem habe, bin ich nicht „schuld“, wenn ich die Grippe bekomme.

2014 gibt sich alle Mühe…

… richtig Scheisse zu sein. Und damit meine ich Scheisse in Großbuchstaben.

Nichts lebensbedrohliches, aber schlimm genug, um meine Lebensfreude deutlich zu beeinträchtigen und die Seele in mitteldunkle Wolken zu hüllen.

Es mag noch keine akute Depression sein, aber so viel wie zuletzt habe ich lange nicht mehr geweint.

Deshalb das lange Schweigen hier.

Macht Euch keine Sorgen, irgendwann muss es ja besser werden.