A.. wie Anvertrauen

Weiss Euer Umfeld um Eure Depression und alles, was dazugehört, Therapie, Medikamente, Tiefs?

Eure Familie?

Enge Freunde?

Bekannte?

Kollegen?

Ich tu mich sehr schwer damit, offen zur Depression zu stehen. Nur meine engsten Menschen wissen Bescheid, und selbst bei ihnen erlebe ich manchmal Reaktionen, die ich nicht hilfreich finde.

Wie haltet Ihr das? Wie hat sich das entwickelt?

Über jedes Feedback würde ich mich sehr freuen.

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5 Gedanken zu „A.. wie Anvertrauen

  1. Klar, meine Familie und die wenigen Freunde, die ich habe, die wissen es. Auch die Bekannten, mit denen ich in irgend einer Form in Kontakt bin. Da ich nicht allzuviele Kontakte habe, wissen es entsprechend auch nicht so viele. Aber ich gehe inzwischen offen mit meiner psychischen Krankheit um – ich mag mich nicht mehr verstellen.Und gerade durch meine vielen Narben an Händen, Handgelenken und Armen tauchen auch immer wieder mal Fragen beim Gegenüber auf. Auf Ausreden habe ich keine Lust mehr. Dann sage ich halt einfach, was Sache ist. Wenn jemand nicht damit umgehen kann, ist das nicht mein Problem.

  2. Bei mir ändert sich das grad ein wenig. Ich habe eigentlich immer ganz wenig über den „Makel unserer Familie“ gesprochen. Hatte das Gefühl, dann halten sie mich eh nur für labil, dumm, faul…
    Erst in dieser neuen Depression habe ich gemerkt, wie sehr ich mir (besonders in meinem engsten Umfeld) dadurch was verbaue und den Menschen, die mir viel bedeuten, etwas wegnehme. Dass sie so auch gar nicht da sein *können*. Nun spreche ich mit Familie und Freunden offen darüber, mit Fremden ebenso. Es tut mir gut, denn es nimmt mich selbst ein wenig aus dieser Ausnahmesituation.

    Nur die Bekannten, die Nachbarn etc., die machen mir noch Schwierigkeiten…
    Meine Nachbarn sind alle gefühlte 70, spießig, mit akkuratem Rasenschnitt *seufz* Ich bezweifle, dass es da hilfreich wäre… sie verstehen ja so schon nicht, warum mein Vorgarten nicht getrimmt ist.

  3. Diese Haltung finde ich gut, fiirvogu. Leider kann ich sie (noch) nicht umsetzen. Ganz große Teile in mir versuchen immer noch, es allen recht zu machen, von allen (vor allem Mama und Papa) geliebt zu werden, was ja unmöglich ist. Seufz.

    Ja, ich verstehe, was Du meinst, moorks. Man kann auch Nähe und Zuwendung erleben, wenn man sich den Menschen öffnet. Schön, dass Dir das gut tut.

    Die Nachbarn müssen nicht alles wissen. Wenn das Gespräch mal in die Richtung geht – ich hatte früher richtig alte Nachbarinnen, aber gerade die hatten ja auch einiges erlebt – gut, wenn nicht, auch gut.

    • Es macht mich sehr traurig.

      Und obwohl ich nicht wiess, ob sie es nicht ändern können oder nicht wollen – ich weiss, sie wollten das richtige – die Sehnsucht nach Familie, nach Heimat, nach Geborgenheit bleibt

Und was meinst Du?

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